Colormanagement
Ansprechpartner: Thomas Essig

Das Color Management (Farbmanagement) im Flexodruck ist essenziell, um eine konsistente und genaue Farbwiedergabe über verschiedene Druckaufträge, Substrate (Materialien) und Maschinen hinweg zu gewährleisten. Aufgrund der hohen Anzahl an Variablen im Flexodruck – wie unterschiedliche Bedruckstoffe (Folien, Papier, Karton), Farbtypen, Rasterwalzen und Klischees – zielt das Farbmanagement darauf ab, den Prozess von der Vorstufe bis zur fertigen Verpackung zu standardisieren.
Hier sind die Hauptaufgaben und Schritte im Flexodruck-Farbmanagement:
- Kalibrierung und Standardisierung (Fingerprinting)
Dies ist der wichtigste Schritt, um die Druckmaschine in einen definierten, reproduzierbaren Zustand zu versetzen.
- Fingerprinting: Es wird ein Testdruck (Fingerprint) erstellt, bei dem alle Prozessparameter (Druckfarbe, Rasterwalzen, Druckform, Klebeband, Geschwindigkeit) genau dokumentiert werden.
- Messung & Analyse: Mit Spektrofotometern werden Farbwerte (Lab-Werte), Tonwertzunahmen (Dot Gain) und Rastertonwerte vermessen.
- Linearisierung: Die Druckkennlinien werden angepasst, um sicherzustellen, dass der im Digitalentwurf definierte Rastertonwert auch auf dem Substrat korrekt wiedergegeben wird.
- ICC-Profilierung (Charakterisierung)
Nach der Kalibrierung wird das Verhalten der Druckmaschine in einem ICC-Profil festgehalten.
- Farbraumdefinition: Das Profil definiert den spezifischen Farbraum (Gamut), den die Maschine auf einem bestimmten Material erreichen kann.
- Substratabhängigkeit: Da verschiedene Materialien (z. B. transparente Folie vs. brauner Karton) Farben unterschiedlich aufnehmen, wird für jedes neue Material ein eigenes Profil benötigt.
- Farbkonvertierung und Softproof
- RGB/CMYK zu Lab: Daten werden aus dem RGB-Farbraum (Design) über den geräteunabhängigen Lab-Farbraum in das spezifische CMYK-Profil der Druckmaschine umgewandelt.
- Softproof: Designer und Drucker prüfen am kalibrierten Monitor, wie das Druckergebnis aussehen wird (Simulation des Druckprozesses), um Fehler vor der Plattenherstellung zu vermeiden.
Allgemeiner Arbeitsablauf
Macht das hier überhaupt Sinn?
